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Langstreckentest in Dortmund: RVM-Ruderer stellen sich der Konkurrenz E-Mail

Mit fast dreißig Startern im Alter zwischen 14 und 23 Jahren wird der RVM am Sonntag beim “Langstreckentest” in Dortmund auftreten. Im Einer und Zweier wollen die Athleten die seltene Gelegenheit für eine landes- und bundesweite Standpunktbestimmung mitten in der Winterzeit nutzen.

 

Mit welchen Erwartungen blickt der RVM-Cheftrainer auf den anstehenden Wettkampf? “Ein so herausragendes Ergebnis wie im letzten Jahr zu erzielen, wird diesmal schwierig. Etwa zehn Sportler müssen sich in einer höheren Altersklasse beweisen. Zudem haben wir auch personelle Veränderungen in unserem Team”, weis Thorsten Kortmann zu berichten. Ein Beispiel: Die “Überflieger” der letzten Saison Mika Kohout, Yannik Sacherer, John Heithoff und Ole Kruse – amtierende U19-Europa- und Weltmeister – hatten beim letztjährigeren Langstreckentest Platz eins und zwei geholt. Nun ist Sacherer gesundheitlich nicht einsatzbereit, Kohout hat den Leistungssport an den Nagel gehängt und Kruse ist zum Studium in die USA gezogen. Somit tritt vom Erfolgsquartett nur Heithoff an – und das als Neuling im Seniorenbereich. “Insgesamt gehen wir aber mit einer guten Mischung aus vielen talentierten, ehrgeizigen Nachwuchsathleten und routinierten Senioren – wie Henri Schwinde, Luisa Neerschulte und Felix Brummel – an den Start”, stellt RVM-Sportvorstand Dr. Birger Kruse klar.

 

Besonders gespannt blickt Coach Kortmann auf den Auftritt von Julia Tertünte, denn: Die 20-jährige wird ihren ersten Wettkampf im Rudersport – im Leichtgewichts-Einer – überhaupt bestreiten. Als ehemalige Leichtathletin hat sie jedoch jede Menge Spitzensport-Erfahrung im Gepäck. Mit mehrfachen vorderen DM-Platzierungen in der Halle – mittlere Langstrecke – und auf der Cross-Strecke hatte sich die gebürtige Essenerin 2016 bereits einen wertvollen Platz im C-Kader des DLV erarbeitet. Saisonziel: U20-WM. Dem machte aber ein Ermüdungsbruch im Oberschenkelknochen ein Strich durch die Rechnung. Inzwischen zum Pharmaziestudium nach Münster gezogen, musste also ein gesundheitsverträglicher Ersatzsport her. “Ich brauche das regelmäßige Training halt,” so Tertünte. Aufgrund positiver Erinnerungen an einen Ruderschnupperkurs in der Schulzeit machte sich die Studentin auf zum Klubhaus des RVM am Kanal – und fand gleich schnell Anschluss. Seit mehreren Monaten trainiert sie täglich im Kaftraum, auf dem Ruderergometer und auf dem Wasser und hat erstaunt festgestellt: “Das Laufen vermisse ich gar nicht mehr.” Im Hinblick auf den anstehenden Langstreckentest beim Olympiastützpunkt in Dortmund gibt die junge Sportlerin zwar eine gewisse Anspannung zu, will sich aber ohne Druck auf die sechs Kilometer lange Distanz begeben. “Noch kann ich meine Erfolgsaussichten gar nicht einschätzen. Ich will einfach schauen, wie weit ich komme.” (GS)

 

Vom Lauftrail aufs Wasser: Rudernovizin Julia Tertünte will beim Langstreckentest in Dortmund versuchen, an ihre Erfolge aus der Leichtathletikzeit anzuknüpfen. (Foto: RVM/GS)

 
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