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Deutsche Sprintmeisterschaften 2018 auf dem Aasee – brillante Veranstaltung und erfolgreiches RVM-Team E-Mail

Die deutschen Sprintmeisterschaften 2018 stellten für den RVM in mehrfacher Hinsicht ein besonderes Ereignis dar.

 

Zum Greifen nahe sprintete die deutsche Ruderszene auf dem Aasee an den Zuschauern vorbei. Gleich acht Boote des RVM schafften es dabei auf die Medaillenränge, | Fotos: Detlev Seyb / meinruderbild.de

 

 

 

Zum einen vertraten die Starter des RVM mit vielen Erfolgen den münsterschen Traditionsverein außerst würdig und zeigten erneut auf, dass der RVM in der Riege der deutschen Vereine weit oben mitspielt. Zum anderen stellten die vielen ehrenamtlich tätigen Vereinsmitglieder – zusammen mit den Freiwilligen des ARC – eine Veranstaltung auf die Beine, die beim DRV für Anerkennung sorgte und einen gebührenden Rahmen des 30-jährigen Bestehens des Münsteraner Regattavereins bildete. Und in der Kombination von beidem lag der besondere Reiz: Bei welcher Regatta treffen ansonsten die gesamten RVM-Leistungssportler und die übrigen Vereinsmitglieder hautnah aufeinander? Ob beim Anfeuern an der Strecke, auf dem Sattelplatz oder an der Bratwurstbude – die Sprintmeisterschaften 2018 sorgten für nahe Kontakte zwischen Spitzensportlern und Breitensportlern. Darüber hinaus präsentierte sich der Rudersport dem münsterschen Laufpublikum von seiner besten Seite. Spannende Rennen in wunderschöner Kulisse bei herrlichem Wetter und einem hervorragend organisiertem Wettkampf – bessere Werbung für das ansonsten eher als Randsportart fungierende Rudern hätte es nicht geben können.

 

Nachdem sich die gut 20 Teams des RVM am Samstag den Vor- und Hoffnungsläufen gestellt hatten, standen am Sonntag bei kräftigem Schubwind Halbfinals und die Finalrennen an. Das Meldeergebnis war voll und bescherte den RVM-Booten große und oft namhafte Konkurrenz. Auf der 350 Meter kurzen Sprintdistanz machte der Vierer-mit der U17-Junioren den Auftakt zur Medaillenjagd. Die frisch gebackenen Landesmeister Anton Kusnezow, Laurin Kipp, Tobit Gerritsen, Leonard Benno Bührke und Steuermann Leo Brüggemann spurteten zu Bronze. Ebenfalls im Vierer-mit, aber zwei Altersklassen höher – bei den Männern – holte das RVM-Team mit Yannik Sacherer, Felix Brummel, Henri Schwinde, Sönke Kruse und Steuermann Leo Brüggemann Silber. Gold ging übrigens an Leverkusen, in dessen Boot Felix Drahotta als Schlagmann saß, der noch vor wenigen Wochen zusammen mit Brummel bei der EM und WM gestartet war…

 

Gruppenbild mit Sponsor: Oliver Brück, dessen Unternehmen Firmengruppe Brück GmbH den RVM stark unterstützt, ließ es sich nicht nehmen, den erfolgreichen RVM-Sportlern persönlich zu gratulieren - hier den frischgebackenen deutschen Sprint-Vizemeistern im Männer-Vierer-mit, Henri Schwinde, Sönke Kruse, Felix Brummel, Yannik Sacherer und Steuermann Leo Brüggemann. Links im Bild RVM-Vorstandssprecher Dirk Bensmann.

 

Eine bemerkenswerte Leistung legte der U19-Achter des RVM hin: Nach etwas verpatztem Start lag das Boot aus Münster im Finale der besten Sechs zunächst hinten. Die Crew gab aber alles und schaffte es auf der kurzen Strecke und zumal in dieser schnellen Bootsklasse tatsächlich, sich auf Rang drei vorzukämpfen. Bronze für Floyd Benedikter, Sönke Kruse, Colin Stein, Ruben Stolberg, Lasse Haack, Laurin Kipp, Tobit Gerritsen, Joscha Feder und Steuermann Leo Brüggemann! Ein Teil der Achtercrew, nämlich Floyd Benedikter, Sönke Kruse, Colin Stein, Lasse Haack und Steuermann Leo Brüggemann (sic!), ging wenig später im Vierer-mit an den Start und erhöhte auf Silber, das die Crew hinter Osnabrück errudern konnte.

 

Die Jungs aus dem U19-Achter, der sich mit einem entschlossenen Endspurt DM-Bronze sicherte.

 

Zwei Wochen zuvor hatte sie sich den NRW-Landesmeistertitel geholt, nun ging Luisa Neerschulte im Einer auf die Jagd nach einer DSM-Medaille. Die aus Lingen stammende Athletin fuhr ein starkes Rennen und sicherte sich Bronze, während dem Ludwigshafener RV die Titelverteidigung gelang. Ganz spannend wurde es sodann im Finalrennen des U19-Doppelzweiers der Junioren: Während die Plätze eins und zwei klar vergeben waren, kämpften um Bronze drei Boote Bugball an Bugball. Am Ende musste das Zielfoto entscheiden und wies mit gerade einmal 1/100 Sekunde das RVM-Duo Joscha Feder und Ruben Stolber als glückliche Bronzemedaillengewinner aus.

 

Holte sich zwei Wochen nach dem Landesmeistertitel DM-Bronze: Luisa Neerschulte im Einer.

 

Auch im Frauen-Achter gab es bei der diesjährigen Austragung ein im Verhältnis zu den letzten Jahren großes Meldefeld. Erfreulicherweise hatte es auch ein RVM-Boot an den Start gebracht. Das Team mit Elke Markwort-Kruse, Frauke Wagner, Julia Tertünte, Lena Janecke, Lisa Brummel, Luisa Neerschulte, Dorthe Kayser, Laura Brehler und Steuerveteranem Uli Dreyer überquerte auf Rang fünf die Ziellinie.

 

Frauen-Power: Der Achter des RVM .

 

Zu einem besonderen Aufeinandertreffen kam es im Rennen des Männer-Achters: Gleich zwei Teams des RVM hatten gemeldet und sich durch Vor- und Halbfinalläufe ins Finale gekämpft. Zum einen der in der Ruderbundesliga (RBL) startende und somit sprinterfahrene „Münster-Achter“ mit Maximilian Wagner, Matthias Arnold, Christoph Koebe, Friedrich Tewinkel, Benedict Antony, Martin Schröder, Jan Sauer, Paul Diletti und Steuermann Sebastian Merschel, zum anderen eine Crew mit mehreren „Internationalen“ an Bord, die jedoch zuvor kaum zusammen trainieren konnte: Yannik Sacherer, Henri Schwinde, Felix Brummel, Sönke Kruse, Floyd Benedikter, Sven Ditzel, Hannes Deittert, Richard Bensmann und Leo Brüggemann an den Steuerseilen.

 

Es wurde eng auf dem Siegersteg: 18 RVM-Ruderer und die Crew des "Melitta-Achters" aus Minden.

 

Nachdem die Startampeln auf Grün gesprungen waren, preschten alle sechs Boote mit großen Gischtfontänen auf die Strecke. 100 Meter vor dem Ziel lag der RBL-Achter aus Minden auf der Führungsposition, knapp dahinter der Münster-Achter und mit etwas weiterem Abstand der Rest des Feldes. Die münsterschen RBL-Jungs gaben nochmals alles, aber am Ende rettete Minden seine Führung über die Ziellinie. Im Kampf um Rang drei zeigte sich, dass auch bei 350 Metern Ausdauer wichtig sein kann, denn die Ruderer im anderen münsterschen Boot blieben bis zum letzten Centimeter auf dem Gas und schoben ihren Bugball als Dritte über die Zielline. Silber und Bronze für Münster, und das in einem Achterrennen, dazu Gold für einen Stützpunktpartner des RVM – das gab es bei einer Meisterschaft wohl noch nie!

 

 

Viele weitere Fotos in der Bildergalerie!

 

 
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